Synology Backup einrichten – welche Strategie ist sinnvoll?
Eine Synology NAS eignet sich nicht nur als zentraler Speicher für Unternehmen, sondern kann auch eine wichtige Rolle bei der Datensicherung übernehmen. Mit Anwendungen wie Hyper Backup, Active Backup for Business und Snapshot Replication bietet Synology verschiedene Möglichkeiten, Dateien, Computer, Server und ganze NAS-Systeme zu sichern.
Doch welche Backup-Lösung ist die richtige?
Sollten Daten auf eine externe USB-Festplatte gesichert werden? Ist eine zweite Synology NAS sinnvoll? Reicht ein Backup in die Cloud? Und wie schützt man seine Daten zuverlässig vor Ransomware, Hardwaredefekten und versehentlichem Löschen?
Wer ein Synology Backup einrichten möchte, sollte zunächst eine geeignete Backup-Strategie entwickeln. Denn ein funktionierendes Backup besteht nicht nur daraus, Dateien regelmäßig auf einen anderen Datenträger zu kopieren.
Entscheidend sind auch die Aufbewahrungsdauer, die räumliche Trennung, der Schutz vor Manipulation und die Möglichkeit, Daten im Ernstfall tatsächlich wiederherzustellen.
In diesem Leitfaden erfahren Sie, welche Backup-Funktionen Synology bietet, wie Sie ein Backup Schritt für Schritt einrichten und welche Strategie sich für kleine und mittelständische Unternehmen empfiehlt.
Warum ist ein Backup auf einer Synology NAS wichtig?
Unternehmensdaten können aus unterschiedlichen Gründen verloren gehen.
Typische Ursachen sind:
- Defekte Festplatten oder SSDs
- Versehentlich gelöschte Dateien
- Ransomware und andere Schadsoftware
- Fehlgeschlagene Updates
- Fehlerhafte Konfigurationen
- Diebstahl
- Brand- und Wasserschäden
- Defekte NAS-Hardware
- Fehler durch Mitarbeiter
- Beschädigte Dateien oder Datenbanken
Eine geeignete Backup-Strategie reduziert das Risiko, dass solche Ereignisse zu einem dauerhaften Datenverlust führen.
Beispiel: Versehentlich gelöschter Kundenordner
Ein Mitarbeiter löscht versehentlich einen Ordner mit wichtigen Kundendokumenten.
Ohne Backup sind die Dateien möglicherweise nicht mehr verfügbar.
Mit einer versionierten Datensicherung kann der Ordner aus einem früheren Sicherungsstand wiederhergestellt werden.
Beispiel: Ransomware verschlüsselt Netzlaufwerke
Ein kompromittierter Windows-PC besitzt Schreibzugriff auf eine Freigabe der Synology NAS.
Eine Schadsoftware verschlüsselt anschließend Dateien auf dem Netzlaufwerk.
Existieren geeignete, geschützte Backup-Versionen, können die Daten aus einem früheren Zustand wiederhergestellt werden.
Allerdings muss das Backup selbst gegen Manipulation und Löschung geschützt sein.
RAID ist kein Backup – warum das wichtig ist
Ein häufiger Irrtum besteht darin, RAID mit einer Datensicherung gleichzusetzen.
Synology NAS-Systeme unterstützen je nach Modell verschiedene RAID-Varianten und Synology Hybrid RAID (SHR).
Diese Technologien können die Verfügbarkeit bei bestimmten Festplattenausfällen verbessern.
Sie ersetzen jedoch kein Backup.
Was schützt RAID?
Ein geeignetes RAID kann dafür sorgen, dass das NAS beim Ausfall einer oder mehrerer Festplatten – abhängig vom RAID-Level – weiter betrieben werden kann.
Was schützt RAID nicht?
RAID schützt beispielsweise nicht zuverlässig vor:
- Versehentlichem Löschen
- Ransomware
- Dateibeschädigung
- Fehlkonfigurationen
- Diebstahl des NAS
- Brand oder Wasserschäden
- Verlust des gesamten Geräts
Wird eine Datei gelöscht, wird diese Änderung normalerweise auch innerhalb des RAID-Verbunds übernommen.
Merke: RAID verbessert die Verfügbarkeit. Ein Backup ermöglicht die Wiederherstellung früherer Datenstände.
Welche Backup-Möglichkeiten bietet Synology?
Synology bietet verschiedene Anwendungen, die unterschiedliche Aufgaben übernehmen.
| Lösung | Hauptaufgabe | Typischer Einsatz |
|---|---|---|
| Hyper Backup | Versionierte Sicherung von NAS-Daten und unterstützten Einstellungen | NAS auf USB, zweite NAS oder Cloud sichern |
| Snapshot Replication | Snapshots und Replikation unterstützter Btrfs-Daten | Schnelle Wiederherstellung und Schutz vor Änderungen |
| Active Backup for Business | Zentrale Sicherung unterstützter Computer, Server und virtueller Maschinen | Windows-PCs, Server, VMware und Hyper-V |
| Synology Drive | Dateisynchronisierung und Dateiversionierung | Zusammenarbeit und Dateiänderungen |
| Active Backup for Microsoft 365 | Sicherung unterstützter Microsoft-365-Daten | Exchange Online, OneDrive, SharePoint und Teams |
| Synology C2 Storage | Cloud-Speicherziel | Externe Sicherung von NAS-Daten |
Wichtig: Nicht jede Anwendung steht auf jedem Synology-Modell zur Verfügung. Die Unterstützung hängt unter anderem vom NAS-Modell, dem Betriebssystem, Dateisystem und den jeweiligen Paketanforderungen ab.
Welche Synology Backup-Strategie ist sinnvoll?
Für Unternehmen empfiehlt sich in vielen Fällen eine mehrstufige Datensicherung.
Ein sinnvolles Konzept kombiniert beispielsweise:
- Lokale Sicherungen für schnelle Wiederherstellungen.
- Versionierte Backups auf einem separaten Speicherziel.
- Eine zusätzliche externe beziehungsweise räumlich getrennte Sicherung.
- Schutz vor unberechtigter Veränderung oder Löschung.
- Regelmäßige Wiederherstellungstests.
Dafür eignet sich die sogenannte 3-2-1-Backup-Regel als Ausgangspunkt.
Was bedeutet die 3-2-1-Backup-Regel?
Die 3-2-1-Regel beschreibt eine bewährte Strategie zur Datensicherung.
3 Kopien der Daten
Es sollten insgesamt mindestens drei Kopien vorhanden sein.
Beispielsweise:
- Produktivdaten
- Lokales Backup
- Externes Backup
2 unterschiedliche Speichermedien beziehungsweise Speicherlösungen
Die Kopien sollten nicht vollständig von derselben Hardware oder demselben Speichersystem abhängig sein.
Beispielsweise:
- Produktivserver
- Synology NAS
- Externes Backup-Ziel
1 Kopie an einem anderen Standort
Mindestens eine Sicherung sollte räumlich getrennt aufbewahrt werden.
Dadurch wird das Risiko reduziert, dass ein einzelnes Ereignis sämtliche Daten zerstört.
Beispiel einer 3-2-1-Strategie mit Synology
Produktivserver
↓
Synology NAS im Unternehmen
↓
Verschlüsseltes Backup in die Cloud oder auf eine zweite NAS an einem anderen Standort
Die NAS übernimmt dabei die zentrale Backup-Verwaltung.
Was bedeutet die 3-2-1-1-0-Backup-Strategie?
Eine Erweiterung der klassischen Regel ist die 3-2-1-1-0-Strategie.
Sie ergänzt zwei wichtige Anforderungen.
1 zusätzliche unveränderbare oder offline aufbewahrte Kopie
Diese soll verhindern, dass ein Angreifer sämtliche Sicherungen löschen oder verschlüsseln kann.
0 ungeprüfte Backup-Fehler
Backups sollen regelmäßig kontrolliert und durch Wiederherstellungstests überprüft werden.
Gerade für Unternehmen ist diese Erweiterung sinnvoll.
Denn ein Backup, das im Ernstfall nicht wiederhergestellt werden kann, erfüllt seinen eigentlichen Zweck nicht.
Synology Hyper Backup – was ist das?
Hyper Backup ist eine Synology-Anwendung zur Sicherung von Daten und unterstützten Systemeinstellungen.
Damit lassen sich beispielsweise gemeinsame Ordner und ausgewählte Anwendungsdaten sichern.
Je nach Sicherungsziel können Backups unter anderem gespeichert werden auf:
- Externen USB-Datenträgern
- Einer zweiten Synology NAS
- Unterstützten rsync-Zielen
- Synology C2 Storage
- Unterstützten Cloud-Speicherdiensten
Hyper Backup unterstützt versionierte Sicherungen, sodass frühere Datenstände wiederhergestellt werden können.
Synology Hyper Backup einrichten – Schritt für Schritt
Im folgenden Beispiel wird eine Datensicherung auf ein externes Speicherziel eingerichtet.
Die genauen Bezeichnungen können je nach DSM- und Paketversion abweichen.
Schritt 1: Hyper Backup installieren
- Melden Sie sich an der Synology DSM-Oberfläche an.
- Öffnen Sie das Paket-Zentrum.
- Suchen Sie nach „Hyper Backup“.
- Installieren Sie die Anwendung.
- Öffnen Sie Hyper Backup.
Schritt 2: Backup-Ziel vorbereiten
Legen Sie fest, wohin die Sicherung erfolgen soll.
Beispielsweise:
- Externe USB-Festplatte
- Zweite Synology NAS
- Cloud-Speicher
Das Ziel sollte genügend Speicherplatz für die geplanten Daten und Backup-Versionen besitzen.
Schritt 3: Neue Datensicherungsaufgabe erstellen
Öffnen Sie Hyper Backup und erstellen Sie eine neue Sicherungsaufgabe.
Wählen Sie das gewünschte Backup-Ziel aus.
Bei einer zweiten Synology NAS kann beispielsweise Hyper Backup Vault als Gegenstelle verwendet werden.
Schritt 4: Verbindung zum Sicherungsziel herstellen
Je nach Ziel werden unterschiedliche Informationen benötigt.
Beispielsweise:
- Serveradresse
- Benutzername
- Passwort
- Freigabeordner
- Speicherpfad
Verwenden Sie möglichst ein separates Konto mit den erforderlichen Berechtigungen.
Schritt 5: Zu sichernde Ordner auswählen
Wählen Sie die gemeinsamen Ordner aus, die gesichert werden sollen.
Beispielsweise:
- Kunden
- Buchhaltung
- Projekte
- Verwaltung
- Dokumente
Prüfen Sie zusätzlich, welche Anwendungsdaten und Systemeinstellungen durch die gewählte Aufgabe gesichert werden können.
Schritt 6: Verschlüsselung aktivieren
Bei externen Sicherungen ist eine clientseitige Verschlüsselung häufig sinnvoll.
Dadurch können Backup-Daten vor der Übertragung verschlüsselt werden.
Wichtig: Bewahren Sie den Wiederherstellungsschlüssel sicher und getrennt vom Backup auf.
Ohne den benötigten Schlüssel kann eine Wiederherstellung unmöglich werden.
Schritt 7: Backup-Zeitplan festlegen
Für viele kleinere Unternehmen ist eine tägliche Sicherung ein sinnvoller Ausgangspunkt.
Beispielsweise:
Täglich um 22:00 Uhr
Bei besonders wichtigen Daten können häufigere Sicherungen notwendig sein.
Der richtige Zeitplan hängt davon ab, wie viel Datenverlust im Ernstfall akzeptabel ist.
Schritt 8: Backup-Rotation aktivieren
Hyper Backup kann ältere Sicherungsversionen anhand einer Rotationsstrategie verwalten.
Dadurch bleibt der Speicherverbrauch kontrollierbar.
Eine mögliche Aufbewahrungsstrategie:
- Tägliche Versionen für kurzfristige Wiederherstellungen
- Wöchentliche Versionen für mittelfristige Wiederherstellungen
- Monatliche Versionen für ältere Datenstände
Die konkrete Umsetzung hängt von den verfügbaren Rotationseinstellungen und den Anforderungen des Unternehmens ab.
Schritt 9: Integritätsprüfung konfigurieren
Aktivieren Sie geeignete Prüfungen, um Probleme mit dem Backup frühzeitig zu erkennen.
Eine Integritätsprüfung ist allerdings nicht mit einem vollständigen Wiederherstellungstest gleichzusetzen.
Schritt 10: Erste Sicherung durchführen
Starten Sie die Backup-Aufgabe manuell.
Prüfen Sie anschließend:
- Wurde die Sicherung erfolgreich abgeschlossen?
- Sind alle vorgesehenen Ordner enthalten?
- Ist das Backup-Ziel erreichbar?
- Ist ausreichend Speicherplatz vorhanden?
- Können Dateien wiederhergestellt werden?
Erst nach einer erfolgreichen Wiederherstellungsprobe sollte das Backup als einsatzbereit betrachtet werden.
Synology Backup auf externe USB-Festplatte einrichten
Eine externe USB-Festplatte ist eine einfache Möglichkeit, eine zusätzliche Sicherung anzulegen.
Vorteile
- Vergleichsweise geringe Anschaffungskosten
- Einfache Einrichtung
- Keine laufenden Cloud-Speichergebühren
- Lokale Wiederherstellung möglich
Nachteile
- Datenträger muss verwaltet werden
- Bei dauerhaftem Anschluss möglicherweise ebenfalls durch Angriffe gefährdet
- Keine automatische räumliche Trennung
- Risiko von Verlust oder Beschädigung
Ist eine USB-Festplatte als Backup ausreichend?
Als einzige Sicherung für wichtige Unternehmensdaten würde ich eine dauerhaft angeschlossene USB-Festplatte nicht empfehlen.
Besser ist beispielsweise ein Rotationsverfahren mit mehreren Datenträgern.
Dabei wird eine Sicherung regelmäßig vom NAS getrennt und an einem anderen sicheren Ort aufbewahrt.
Synology Backup auf zweite NAS einrichten
Eine zweite Synology NAS kann als Backup-Ziel dienen.
Besonders interessant ist eine Installation an einem anderen Standort.
Beispiel
Standort A – Unternehmen
Synology NAS mit Produktivdaten.
↓
Verschlüsselte Verbindung
↓
Standort B – Backup-NAS
Zweite Synology NAS zur Datensicherung.
Vorteile
- Automatisierte Backups
- Eigene Kontrolle über den Speicher
- Räumliche Trennung
- Versionierte Sicherungen
- Wiederherstellung über Netzwerk oder vor Ort
Nachteile
- Anschaffungskosten für zweite NAS
- Zusätzlicher Stromverbrauch
- Wartung und Updates
- Internetbandbreite
- Verantwortung für beide Standorte
Welche Software wird benötigt?
Ein typischer Aufbau verwendet:
Quell-NAS: Hyper Backup
Ziel-NAS: Hyper Backup Vault
Hyper Backup Vault ermöglicht die Annahme und Verwaltung entsprechender Hyper-Backup-Sicherungen.
Wichtige Sicherheitseinstellungen
- Eigenes Backup-Benutzerkonto
- Keine unnötigen Administratorrechte
- Sichere Verbindung
- Beschränkte Netzwerkzugriffe
- Regelmäßige Updates
- Separate Zugangsdaten
- Backup-Ziel möglichst vor unberechtigtem Löschen schützen
Ein VPN kann eine sinnvolle Möglichkeit sein, die Verbindung zwischen beiden Standorten abzusichern.
Synology Backup in die Cloud einrichten
Eine Cloud-Sicherung kann besonders sinnvoll sein, wenn kein zweiter Standort zur Verfügung steht.
Hyper Backup unterstützt verschiedene externe Speicherziele.
Dazu gehört beispielsweise Synology C2 Storage.
Vorteile einer Cloud-Sicherung
- Räumlich getrennte Speicherung
- Kein eigener zweiter NAS-Standort erforderlich
- Automatisierte Sicherung
- Skalierbarer Speicherplatz
- Schutz vor lokalen Gebäudeschäden
Nachteile
- Laufende Speicherkosten
- Abhängigkeit von der Internetverbindung
- Längere Wiederherstellungszeiten bei großen Datenmengen
- Anforderungen an Datenschutz und Zugriffsschutz
Cloud-Backup verschlüsseln
Bei externen Cloud-Sicherungen sollte eine geeignete clientseitige Verschlüsselung berücksichtigt werden.
Damit kann verhindert werden, dass der Cloud-Anbieter ohne Weiteres auf die unverschlüsselten Inhalte zugreifen kann.
Der Verschlüsselungsschlüssel muss jedoch sicher verwahrt werden.
Was ist Synology Snapshot Replication?
Snapshot Replication ist eine Synology-Anwendung für Snapshots und die Replikation unterstützter Daten.
Ein Snapshot hält den Zustand eines Dateisystems beziehungsweise eines unterstützten Datenbereichs zu einem bestimmten Zeitpunkt fest.
Damit lassen sich frühere Dateiversionen häufig sehr schnell wiederherstellen.
Beispiel
Ein Mitarbeiter verändert versehentlich eine wichtige Excel-Datei.
Existiert ein Snapshot von vor einer Stunde, kann die vorherige Version möglicherweise direkt wiederhergestellt werden.
Voraussetzungen
Snapshot Replication benötigt unterstützte Synology-Hardware und geeignete Dateisystem- beziehungsweise Volume-Konfigurationen, insbesondere Btrfs für entsprechende Ordner-Snapshots.
Die Verfügbarkeit muss für das konkrete NAS-Modell geprüft werden.
Synology Snapshots einrichten – Schritt für Schritt
Schritt 1: Voraussetzungen prüfen
Prüfen Sie:
- Unterstütztes NAS-Modell
- DSM-Version
- Btrfs-Unterstützung
- Unterstützte gemeinsame Ordner
Schritt 2: Snapshot Replication installieren
Öffnen Sie das Paket-Zentrum und installieren Sie Snapshot Replication.
Schritt 3: Gemeinsamen Ordner auswählen
Wählen Sie den Ordner aus, für den Snapshots erstellt werden sollen.
Schritt 4: Snapshot-Zeitplan festlegen
Beispielsweise:
Alle 60 Minuten
Bei besonders wichtigen Daten können kürzere Intervalle sinnvoll sein, sofern das Modell und die Anwendung dies unterstützen.
Schritt 5: Aufbewahrungsregeln festlegen
Legen Sie fest, wie viele Snapshots aufbewahrt werden sollen.
Zu viele Snapshots können zusätzlichen Speicherplatz benötigen.
Schritt 6: Wiederherstellung testen
Stellen Sie testweise eine ältere Dateiversion wieder her.
Prüfen Sie, ob die gewünschten Daten tatsächlich verfügbar sind.
Sind Synology Snapshots ein Backup?
Snapshots sind ein wichtiger Bestandteil einer Datensicherungsstrategie.
Lokale Snapshots auf demselben NAS ersetzen aber kein unabhängiges Backup.
Fällt das gesamte NAS aus oder wird der Speicher zerstört, können auch die lokalen Snapshots verloren gehen.
Eine Replikation auf ein zweites NAS verbessert die Ausfallsicherheit, sollte jedoch ebenfalls hinsichtlich Löschung, Manipulation und Aufbewahrung geschützt werden.
Empfehlung: Snapshots für schnelle Wiederherstellungen und zusätzliche unabhängige Backups für größere Schadensfälle kombinieren.
Synology Snapshots gegen Ransomware einsetzen
Snapshots können helfen, Dateien nach einem Ransomware-Angriff auf einen früheren Zustand zurückzusetzen.
Besonders interessant sind unveränderbare Snapshots, sofern das verwendete Synology-Modell und die DSM-Version diese Funktion unterstützen.
Dabei werden bestimmte Snapshots für einen festgelegten Zeitraum gegen Löschung geschützt.
Allerdings sollte die Funktion nicht als vollständiger Schutz gegen alle Angriffe verstanden werden.
Zusätzlich sind erforderlich:
- Sichere Administratorzugänge
- MFA
- Regelmäßige Updates
- Eingeschränkte Netzwerkzugriffe
- Separate Backups
- Überwachung
Was ist Active Backup for Business?
Active Backup for Business, kurz ABB, ist eine Synology-Lösung zur zentralen Datensicherung unterstützter IT-Systeme.
Dazu gehören je nach Plattformunterstützung:
- Windows-PCs
- Windows Server
- bestimmte Linux-Systeme
- VMware-vSphere-Umgebungen
- Microsoft-Hyper-V-Umgebungen
- Dateiserver
Damit kann eine Synology NAS als zentraler Backup-Server eingesetzt werden.
Windows-PCs mit Synology sichern
Für kleine Unternehmen ist Active Backup for Business besonders interessant.
Anstatt jeden Computer einzeln auf eine USB-Festplatte zu sichern, können die Sicherungen zentral auf einer NAS gespeichert werden.
Grundsätzlicher Ablauf
- Active Backup for Business auf der NAS installieren.
- Backup-Speicher vorbereiten.
- Benötigte Berechtigungen einrichten.
- ABB-Agent auf dem unterstützten Windows-PC installieren.
- PC mit der NAS verbinden.
- Backup-Aufgabe erstellen.
- Sicherungszeitplan festlegen.
- Aufbewahrungsregeln definieren.
- Erste Sicherung starten.
- Wiederherstellung testen.
Welche Daten lassen sich sichern?
Je nach unterstütztem Sicherungsmodus können vollständige Geräte beziehungsweise geeignete Volumes gesichert werden.
Das ermöglicht beispielsweise die Wiederherstellung einzelner Dateien oder unter passenden Voraussetzungen eines gesamten Systems.
Windows Server mit Synology sichern
Active Backup for Business kann auch für unterstützte Windows-Server-Systeme eingesetzt werden.
Das ist besonders für kleinere Unternehmen interessant, die beispielsweise betreiben:
- Windows Server 2022
- Windows Server 2025
- Dateiserver
- Anwendungsserver
- Terminalserver
Vor dem produktiven Einsatz müssen die Kompatibilität des konkreten Betriebssystems und der eingesetzten Anwendungen geprüft werden.
Wichtig bei Server-Backups
Nicht jede Anwendung lässt sich allein durch eine Dateikopie konsistent sichern.
Besonders bei:
- SQL Server
- Active Directory
- Exchange Server
- anderen Datenbanksystemen
müssen anwendungskonsistente Sicherungen und geeignete Wiederherstellungsverfahren berücksichtigt werden.
Prüfen Sie deshalb die Unterstützung für VSS und die jeweilige Anwendung.
Virtuelle Maschinen mit Synology sichern
Active Backup for Business unterstützt auch die Sicherung bestimmter Virtualisierungsplattformen.
Dazu gehören insbesondere unterstützte VMware-vSphere- und Microsoft-Hyper-V-Umgebungen.
Vorteile
- Zentrale Sicherungsverwaltung
- Sicherung virtueller Maschinen
- Versionierte Wiederherstellung
- Unterschiedliche Wiederherstellungsoptionen
Was ist mit Proxmox VE?
Proxmox VE wird nicht auf dieselbe Weise wie VMware oder Hyper-V als native hypervisorbasierte Sicherungsquelle in Active Backup for Business unterstützt.
Für Proxmox-Umgebungen ist häufig Proxmox Backup Server (PBS) die passendere Lösung.
Eine Synology NAS kann dabei unter bestimmten Voraussetzungen als Speicherkomponente eingebunden werden.
Bei der Planung sollten allerdings die Anforderungen von Proxmox Backup Server an das Backup-Datastore, die Dateisystemsemantik und die Performance berücksichtigt werden.
Für geschäftskritische Proxmox-Umgebungen ist ein dedizierter PBS-Server mit geeignetem Speicher häufig die robustere Architektur.
Synology Backup für Microsoft 365
Neben lokalen Computern und Servern können auch Microsoft-365-Daten gesichert werden.
Dafür bietet Synology die Anwendung Active Backup for Microsoft 365.
Je nach unterstütztem Funktionsumfang können Daten aus:
- Exchange Online
- OneDrive for Business
- SharePoint Online
- Microsoft Teams
gesichert werden.
Warum Microsoft 365 zusätzlich sichern?
Microsoft 365 bietet zwar eigene Funktionen für Verfügbarkeit, Papierkorb und Aufbewahrung.
Eine unabhängige Datensicherung kann dennoch sinnvoll sein.
Beispielsweise bei:
- versehentlichem Löschen
- fehlerhaften Änderungen
- kompromittierten Benutzerkonten
- besonderen Wiederherstellungsanforderungen
Microsoft-365-Backup auf Synology einrichten
Der grundlegende Ablauf:
- Kompatibilität und Voraussetzungen prüfen.
- Active Backup for Microsoft 365 installieren.
- Microsoft-365-Tenant anbinden.
- Erforderliche Berechtigungen erteilen.
- Benutzer und Datenbereiche auswählen.
- Backup-Zeitplan konfigurieren.
- Aufbewahrung festlegen.
- Erste Sicherung durchführen.
- Wiederherstellung testen.
Bei der Einrichtung sollten die erforderlichen Microsoft-Graph- beziehungsweise Microsoft-365-Berechtigungen sorgfältig geprüft werden.
Ist Synology Drive ein Backup?
Synology Drive ermöglicht Dateisynchronisierung, Zusammenarbeit und Dateiversionierung.
Das ist für den Arbeitsalltag sehr praktisch.
Allerdings darf Synchronisierung nicht automatisch mit einem unabhängigen Backup gleichgesetzt werden.
Beispiel
Ein Mitarbeiter löscht versehentlich einen synchronisierten Ordner.
Je nach Synchronisierungskonfiguration kann diese Löschung auf weitere Geräte übertragen werden.
Eine vorhandene Dateiversionierung kann helfen, ersetzt aber nicht die Anforderungen an ein separat geschütztes Backup.
Deshalb sollte Synology Drive durch geeignete Backup-Funktionen ergänzt werden.
Welche Backup-Strategie eignet sich für kleine Unternehmen?
Für ein kleines Unternehmen mit fünf bis zehn Arbeitsplätzen könnte eine sinnvolle Architektur folgendermaßen aussehen:
Windows-PCs und Server
↓
Active Backup for Business
↓
Synology NAS
↓
Hyper Backup
↓
Externe Cloud oder zweite NAS
Zusätzlich können auf der Synology NAS Snapshots eingerichtet werden.
Damit entstehen unterschiedliche Wiederherstellungsmöglichkeiten.
Ebene 1: Snapshots
Schnelle Wiederherstellung versehentlich geänderter Dateien.
Ebene 2: Lokale Backups
Wiederherstellung von PCs, Servern oder größeren Datenbeständen.
Ebene 3: Externes Backup
Schutz bei Ausfall oder Verlust des lokalen Standorts.
Synology Backup für ein Unternehmen mit 20 Mitarbeitern
Bei 20 Mitarbeitern steigen häufig die Anforderungen.
Beispielsweise:
- Größere Datenmengen
- Mehrere Server
- Gemeinsame Netzlaufwerke
- Microsoft 365
- Unterschiedliche Aufbewahrungsfristen
- Höhere Verfügbarkeitsanforderungen
Eine mögliche Architektur:
Produktivsysteme
↓
Lokale Synology Backup-NAS
↓
Versionierte Sicherungen
↓
Zweites Backup-Ziel außerhalb des Unternehmens
Zusätzlich:
- Snapshots für geeignete Daten
- Monitoring
- Verschlüsselung
- Getrennte Backup-Konten
- Regelmäßige Wiederherstellungstests
Die genaue Lösung hängt von den vorhandenen Systemen ab.
Wie oft sollte eine Synology NAS ein Backup erstellen?
Die Backup-Häufigkeit hängt davon ab, wie viele Daten seit der letzten Sicherung verloren gehen dürfen.
Dafür wird der Begriff Recovery Point Objective (RPO) verwendet.
Beispiel: RPO von 24 Stunden
Das Unternehmen akzeptiert im Ernstfall maximal einen Datenverlust von ungefähr einem Tag.
Eine tägliche Sicherung kann dafür ein geeigneter Ausgangspunkt sein.
Beispiel: RPO von 4 Stunden
Es sollen höchstens etwa vier Stunden an Datenänderungen verloren gehen.
Dann müssen die Sicherungen entsprechend häufiger erfolgen.
Beispiel: RPO von 1 Stunde
Bei besonders wichtigen Daten kann eine stündliche Sicherung erforderlich sein.
Ob diese technisch und wirtschaftlich sinnvoll ist, hängt von den verwendeten Anwendungen und Sicherungsverfahren ab.
Was bedeutet RTO beim Synology Backup?
RTO steht für Recovery Time Objective.
Es beschreibt, wie schnell ein System nach einem Ausfall wieder verfügbar sein soll.
Beispielsweise:
RTO von 4 Stunden
Der Server soll innerhalb von vier Stunden wiederhergestellt sein.
Dabei spielt nicht nur das Backup eine Rolle.
Entscheidend sind auch:
- Datenmenge
- Netzwerkgeschwindigkeit
- Wiederherstellungsmedium
- Ersatzhardware
- Virtualisierungsplattform
- verfügbare IT-Ressourcen
Ein Backup auf einer entfernten Cloud-Plattform kann zwar sicher gespeichert sein, bei mehreren Terabyte Daten jedoch längere Wiederherstellungszeiten verursachen.
Wie lange sollten Synology Backups aufbewahrt werden?
Eine sinnvolle Aufbewahrungsdauer hängt von den betrieblichen Anforderungen ab.
Ein mögliches Beispiel:
| Sicherung | Beispielhafte Aufbewahrung |
|---|---|
| Stündliche Snapshots | 24–48 Stunden |
| Tägliche Backups | 14–30 Tage |
| Wöchentliche Backups | 8–12 Wochen |
| Monatliche Backups | 6–12 Monate |
Diese Werte sind Beispiele und müssen an den tatsächlichen Bedarf angepasst werden.
Wichtig: Backup-Aufbewahrung und gesetzliche Archivierungspflichten sind nicht dasselbe.
Ein Backup sollte nicht automatisch als langfristiges revisionssicheres Archiv betrachtet werden.
Wie viel Speicherplatz benötigt ein Synology Backup?
Der Speicherbedarf hängt von mehreren Faktoren ab:
- Größe der Produktivdaten
- Änderungsrate
- Anzahl der Versionen
- Aufbewahrungsdauer
- Komprimierung
- Deduplizierung
- Sicherungsmethode
Beispiel
Ein Unternehmen besitzt 2 TB Produktivdaten.
Bei einer täglichen Änderungsrate von 2 % können rechnerisch bis zu 40 GB Datenänderungen pro Tag entstehen.
Das bedeutet allerdings nicht, dass jede Backup-Version tatsächlich 40 GB zusätzlichen Speicherplatz benötigt.
Komprimierung, Deduplizierung, gelöschte Daten und die jeweilige Backup-Technologie beeinflussen den tatsächlichen Verbrauch.
Für die Planung sollte deshalb eine ausreichende Speicherreserve vorgesehen werden.
Welche Festplatten eignen sich für eine Synology Backup-NAS?
Für eine Backup-NAS sollten geeignete NAS- beziehungsweise Enterprise-Festplatten verwendet werden.
Wichtige Kriterien sind:
- Kompatibilität mit dem Synology-Modell
- Kapazität
- Zuverlässigkeit
- Workload-Eignung
- Garantie
- gewünschte RAID-Konfiguration
Bei neueren Synology-Modellen sollten außerdem die jeweils geltenden Laufwerkskompatibilitätsanforderungen geprüft werden.
Sollte eine Backup-NAS ebenfalls RAID verwenden?
In vielen Fällen ja.
RAID kann die Verfügbarkeit der Backup-NAS bei bestimmten Festplattenausfällen verbessern.
Allerdings gilt auch hier:
RAID ersetzt kein zusätzliches Backup.
Eine Backup-NAS mit RAID kann weiterhin durch Ransomware, Diebstahl oder einen größeren Hardwaredefekt ausfallen.
Wie schützt man ein Synology Backup vor Ransomware?
Ein modernes Backup-Konzept sollte nicht nur Daten sichern, sondern auch die Sicherungen selbst schützen.
1. Separate Benutzerkonten verwenden
Backup-Aufgaben sollten nicht unnötig mit vollständigen Administratorrechten betrieben werden.
2. MFA aktivieren
Administratorzugänge sollten mit Mehrfaktorauthentifizierung geschützt werden.
3. Backup-Ziele trennen
Ein Angreifer, der Zugriff auf den Produktivserver erhält, sollte nicht automatisch sämtliche Backups löschen können.
4. Unveränderbare Sicherungen verwenden
Wo technisch unterstützt, können unveränderbare Snapshots oder geeignete immutable Backup-Ziele sinnvoll sein.
5. Offline-Backups ergänzen
Eine physisch getrennte Sicherung kann zusätzlichen Schutz bieten.
6. Regelmäßige Updates installieren
DSM und Backup-Anwendungen sollten aktuell gehalten werden.
7. Netzwerkzugriffe einschränken
Die Backup-NAS sollte nur die tatsächlich benötigten Verbindungen zulassen.
8. Wiederherstellung regelmäßig testen
Nur so lässt sich überprüfen, ob die Sicherungen tatsächlich nutzbar sind.
Warum sollte die Backup-NAS nicht direkt aus dem Internet erreichbar sein?
Eine direkt aus dem Internet erreichbare Verwaltungsoberfläche erhöht die Angriffsfläche.
Für die Administration sollten möglichst sichere Zugriffsmethoden verwendet werden.
Beispielsweise:
- VPN
- eingeschränkte Managementnetze
- MFA
- Firewallregeln
Unnötige Portweiterleitungen auf DSM oder Backup-Dienste sollten vermieden werden.
Synology Backup überwachen
Eine Datensicherung sollte nicht einfach eingerichtet und anschließend vergessen werden.
Wichtige Prüfpunkte sind:
- Erfolgreicher Abschluss der Backup-Aufgaben
- Verfügbare Speicherkapazität
- Integritätsprüfungen
- Erreichbarkeit externer Backup-Ziele
- Zustand der Festplatten
- Fehler in Backup-Protokollen
- Ungewöhnliche Änderungen des Datenvolumens
Benachrichtigungen einrichten
In DSM können Benachrichtigungen konfiguriert werden.
Damit lassen sich beispielsweise Fehler oder bestimmte Systemereignisse melden.
Für Unternehmen ist eine zentrale Überwachung sinnvoll, damit fehlgeschlagene Backups zeitnah erkannt werden.
Synology Backup wiederherstellen – so funktioniert es
Ein Backup ist erst dann wirklich hilfreich, wenn sich die Daten wiederherstellen lassen.
Wiederherstellung mit Hyper Backup
- Hyper Backup beziehungsweise den passenden Wiederherstellungsweg öffnen.
- Sicherungsaufgabe auswählen.
- Gewünschten Sicherungszeitpunkt auswählen.
- Dateien oder Ordner auswählen.
- Wiederherstellungsziel festlegen.
- Wiederherstellung starten.
- Daten prüfen.
Wiederherstellung mit Snapshot Replication
- Snapshot Replication öffnen.
- Unterstützten Ordner auswählen.
- Gewünschten Snapshot auswählen.
- Wiederherstellungsoption auswählen.
- Wiederherstellung durchführen.
- Ergebnis überprüfen.
Wiederherstellung mit Active Backup for Business
Je nach Sicherungstyp können beispielsweise einzelne Dateien oder vollständige Systeme wiederhergestellt werden.
Bei vollständigen Systemwiederherstellungen müssen geeignete Wiederherstellungsmedien und kompatible Zielhardware berücksichtigt werden.
Wie häufig sollte man eine Backup-Wiederherstellung testen?
Für wichtige Unternehmensdaten sollten regelmäßige Wiederherstellungstests fest eingeplant werden.
Beispielsweise:
- Monatlich: einzelne Dateien wiederherstellen
- Vierteljährlich: größere Ordner oder ausgewählte Systeme testen
- Jährlich: umfassendere Notfallwiederherstellung prüfen
Diese Intervalle sind beispielhafte organisatorische Empfehlungen.
Bei besonders kritischen Systemen können häufigere Tests notwendig sein.
Die häufigsten Fehler beim Synology Backup
1. RAID als Backup betrachten
RAID schützt nicht vor sämtlichen Formen des Datenverlusts.
2. Nur auf derselben NAS sichern
Fällt das gesamte Gerät aus, können auch lokale Sicherungen verloren gehen.
3. Keine externe Kopie besitzen
Brand, Diebstahl oder Wasserschäden können alle lokalen Daten betreffen.
4. Backup-Festplatte dauerhaft angeschlossen lassen
Dadurch kann sie bei bestimmten Angriffen ebenfalls gefährdet sein.
5. Keine Versionierung verwenden
Fehlerhafte oder verschlüsselte Daten können sonst ältere Sicherungen überschreiben.
6. Backup-Zugänge nicht absichern
Ein kompromittiertes Administratorkonto kann auch Sicherungen gefährden.
7. Zu kurze Aufbewahrung
Ein Problem wird möglicherweise erst erkannt, wenn ältere Sicherungsstände bereits gelöscht wurden.
8. Zu wenig Speicherplatz einplanen
Backups schlagen fehl, weil das Ziel voll ist.
9. Keine Wiederherstellung testen
Erst im Ernstfall wird festgestellt, dass wichtige Daten fehlen.
10. Backup-Protokolle ignorieren
Fehlerhafte Sicherungen bleiben über Wochen unentdeckt.
Checkliste: Synology Backup richtig einrichten
Planung
- Zu sichernde Daten und Systeme erfassen
- Kritische Anwendungen identifizieren
- RPO definieren
- RTO definieren
- Aufbewahrungsfristen festlegen
- Speicherbedarf kalkulieren
Synology NAS
- Geeignetes NAS-Modell auswählen
- Unterstützte Backup-Anwendungen prüfen
- Festplatten und RAID konfigurieren
- DSM aktualisieren
- Administratorzugänge absichern
- MFA aktivieren
Datensicherung
- Hyper Backup einrichten
- Snapshots bei Bedarf konfigurieren
- Active Backup for Business bei Bedarf einsetzen
- Microsoft-365-Backup berücksichtigen
- Backup-Zeitpläne festlegen
- Versionierung aktivieren
Externe Sicherung
- Zweite NAS oder Cloud-Ziel auswählen
- Räumliche Trennung sicherstellen
- Verschlüsselung aktivieren
- Separate Zugangsdaten verwenden
- Schutz vor Löschung prüfen
Betrieb
- Backup-Benachrichtigungen einrichten
- Speicherplatz überwachen
- Integritätsprüfungen planen
- Wiederherstellung testen
- Backup-Dokumentation erstellen
- Notfallverfahren festlegen
Fazit: Welche Synology Backup-Strategie ist die beste?
Die beste Backup-Strategie hängt von der Unternehmensgröße, den vorhandenen Systemen und den Anforderungen an die Wiederherstellung ab.
Für viele kleine und mittelständische Unternehmen ist eine Kombination aus mehreren Synology-Funktionen sinnvoll.
Snapshot Replication ermöglicht schnelle Wiederherstellungen früherer Datenstände.
Active Backup for Business kann Windows-PCs, Server und unterstützte Virtualisierungsumgebungen zentral sichern.
Hyper Backup ermöglicht zusätzliche versionierte Sicherungen auf externe Speicherziele.
Eine zweite Synology NAS oder ein geeignetes Cloud-Backup sorgt für die notwendige räumliche Trennung.
Besonders wichtig ist dabei die 3-2-1-Regel beziehungsweise ihre Erweiterung zur 3-2-1-1-0-Strategie.
Denn eine Datensicherung sollte nicht nur gegen einen Festplattenausfall schützen, sondern auch gegen versehentliches Löschen, Ransomware und den Verlust eines gesamten Standorts.
Unsere Empfehlung: Planen Sie Ihre Synology-Backup-Umgebung anhand der tatsächlichen Wiederherstellungsanforderungen und testen Sie regelmäßig, ob sich wichtige Daten und Systeme erfolgreich wiederherstellen lassen.
Synology Backup professionell einrichten lassen
Sie möchten Ihre Unternehmensdaten zuverlässig sichern oder Ihre vorhandene Synology NAS als zentrale Backup-Lösung einsetzen?
Unetifi unterstützt kleine und mittelständische Unternehmen bei der Planung, Einrichtung und Betreuung professioneller Synology-Backup-Lösungen.
Unsere Leistungen umfassen unter anderem:
- Synology NAS Beratung
- Auswahl geeigneter NAS-Systeme
- Einrichtung von Hyper Backup
- Snapshot Replication
- Active Backup for Business
- Windows-PC-Backups
- Windows-Server-Backups
- Microsoft-365-Backups
- Backup auf zweite Synology NAS
- Cloud-Backup
- Backup-Verschlüsselung
- Ransomware-Schutz
- Backup-Monitoring
- Wiederherstellungstests
- Laufende NAS-Betreuung
Ob kleines Büro, Kanzlei, Arztpraxis oder Unternehmen mit mehreren Standorten: Wir entwickeln eine Backup-Strategie, die zu Ihrer IT-Infrastruktur und Ihren Anforderungen passt.
Jetzt Synology Backup einrichten lassen und Ihre Unternehmensdaten zuverlässig schützen.
Häufig gestellte Fragen zum Synology Backup
Wie richte ich ein Backup auf meiner Synology NAS ein?
Installieren Sie Hyper Backup über das DSM Paket-Zentrum, erstellen Sie eine neue Backup-Aufgabe und wählen Sie die zu sichernden Daten sowie ein geeignetes Speicherziel aus. Anschließend konfigurieren Sie Zeitplan, Versionierung und gegebenenfalls Verschlüsselung.
Welche Synology Backup-Software ist die beste?
Das hängt vom Einsatzzweck ab. Hyper Backup eignet sich für NAS-Daten, Active Backup for Business für unterstützte PCs und Server und Snapshot Replication für schnelle Wiederherstellungen über Snapshots.
Ist Hyper Backup kostenlos?
Hyper Backup ist als Synology-Paket ohne separate Paketlizenz verfügbar. Für Cloud-Speicher, externe Hardware oder bestimmte Dienste können zusätzliche Kosten entstehen.
Was ist der Unterschied zwischen Hyper Backup und Snapshot Replication?
Hyper Backup erstellt Sicherungen auf geeigneten Speicherzielen. Snapshot Replication erstellt Snapshots unterstützter Daten und kann diese unter passenden Voraussetzungen auf andere Synology-Systeme replizieren. Beide Technologien ergänzen sich.
Reichen Synology Snapshots als Backup?
Lokale Snapshots allein reichen für eine vollständige Backup-Strategie normalerweise nicht aus. Bei einem Totalausfall des NAS können auch die lokalen Snapshots verloren gehen.
Kann ich eine Synology NAS auf eine zweite NAS sichern?
Ja. Mit Hyper Backup und Hyper Backup Vault lassen sich geeignete Datensicherungen auf eine zweite Synology NAS übertragen.
Kann ich eine Synology NAS in die Cloud sichern?
Ja. Hyper Backup unterstützt verschiedene Cloud-Speicherziele, darunter Synology C2 Storage und weitere unterstützte Anbieter.
Kann ich Windows 11 mit Synology sichern?
Ja, mit Active Backup for Business lassen sich unterstützte Windows-11-Geräte zentral sichern. Die konkrete Unterstützung hängt von NAS-Modell und Softwareversion ab.
Kann ich Windows Server 2025 auf Synology sichern?
Das ist mit geeigneten Synology-Backup-Lösungen möglich, sofern die eingesetzte Version den Server und die benötigten Sicherungsverfahren unterstützt. Die aktuelle Kompatibilität sollte vor der Einrichtung geprüft werden.
Kann ich Proxmox mit Synology sichern?
Eine Synology NAS kann unter geeigneten Voraussetzungen als Speicherkomponente für eine Proxmox-Backup-Architektur verwendet werden. Für native Proxmox-Backups ist häufig Proxmox Backup Server die passendere Lösung.
Wie oft sollte Synology ein Backup erstellen?
Für viele Unternehmen ist eine tägliche Sicherung ein sinnvoller Ausgangspunkt. Bei wichtigen Daten können stündliche oder andere häufigere Sicherungen erforderlich sein.
Wie viele Backup-Versionen sollte ich behalten?
Das hängt von Änderungsrate, Speicherplatz und Aufbewahrungsanforderungen ab. Eine Kombination aus täglichen, wöchentlichen und monatlichen Sicherungsständen kann sinnvoll sein.
Wie schützt Synology vor Ransomware?
Synology bietet je nach Modell Funktionen wie Snapshots und unveränderbare Snapshots. Ergänzend sollten getrennte Backup-Ziele, eingeschränkte Berechtigungen, MFA und regelmäßige Updates eingesetzt werden.
Brauche ich eine zweite Synology NAS?
Nicht zwingend. Eine externe Sicherung kann auch über geeignete Cloud-Speicher erfolgen. Eine zweite NAS ist insbesondere interessant, wenn ein eigener Backup-Standort zur Verfügung steht.
Kann ich Synology Backups verschlüsseln?
Ja. Hyper Backup unterstützt bei geeigneten Sicherungsaufgaben clientseitige Verschlüsselung. Der Wiederherstellungsschlüssel muss sicher aufbewahrt werden.
Ist RAID 1 ein Backup?
Nein. RAID 1 spiegelt Daten auf zwei Laufwerke und kann bei einem Laufwerksausfall helfen. Versehentlich gelöschte oder verschlüsselte Dateien werden jedoch ebenfalls gespiegelt.
Was kostet ein Synology Backup?
Die Kosten hängen von NAS-Hardware, Festplatten, Speicherkapazität, externen Backup-Zielen und laufender Betreuung ab. Eine pauschale Angabe ist ohne Kenntnis der Datenmenge und Anforderungen nicht sinnvoll.
Wie teste ich ein Synology Backup?
Stellen Sie regelmäßig ausgewählte Dateien, Ordner und gegebenenfalls ganze Systeme wieder her. Prüfen Sie anschließend, ob die Daten vollständig und verwendbar sind.